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Ein Forum für künstlerische
Produktion und Präsentation auf 3800 Quadratmetern
Der gemeinnützige Kunstverein
Kunstfabrik am Flutgraben e.V. wurde 1997 gegründet. Er verwaltet und
unterhält ein großes in Berlin-Treptow gelegenes Atelierhaus, in dem
ca. 60 internationale Künstlerinnen und Künstler arbeiten. Mit seinen
vielfältigen künstlerischen und kulturellen Aktivitäten liefert er
einen wichtigen Beitrag zum Berliner Kulturleben.
Das Profil und die Schwerpunkte der
Kulturarbeit werden wesentlich durch die Arbeit der Gremien und
Projektgruppen des Vereins bestimmt. Auf allen Ebenen wird eine
unhierarchische, eigenverantwortliches und kreatives Handeln fördernde
Arbeitsweise angestrebt. Der Verein wirtschaftet weitgehend unabhängig
von öffentlichen Geldern.
Ehemalige Gastkünstler in der Kunstfabrik
sind Leander Eisenmann (CH), Maureen Jeram
(USA), Jone Krie (N), Markus Labs (D), Wessel Muller (NL), Ron Rocco
(USA) und Neil Wing (AUS).
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Die
KünstlerInnen 2008
Die Basis bilden mehr als 40 Ateliers der
Kunstfabrik, derzeit genutzt von Almuth Baumfalk, Tania Bedriñana, Tine Benz, Christine Berndt, Dagmar Binder, Harald Birck, Vicente Blanco Mosquera,
Ronald de Bloeme, Roland Boden, Mari Brellochs, Katja Brinkmann, Laura Bruce, Salvador Cidrás Robles,
Ben Cottrell, Ulrike Dornis, Hannah Dougherty, Markus Draper, Norman Gebauer, Christiana Glidden, Franziska Goes, Agnès Hardy, Eberhard Havekost, Martin Henkel, Herr Sphen, Olaf Holzapfel, Sybille Hotz, Christiane John, Stephan Kurr, Wing Yip Lap, Ingrid Lill, Stefan Lux,
Barbara Morgenstern, Wessel Muller, Aino Nebel, Esther Neumann, Jeroen Olthof (CBK-Atelier), Alien
Oosting, Daniel Pflumm, raumlabor_berlin (Francesco Apuzzo, Markus Bader,
Benjamin Förster-Baldenius, Jan Liesegang, Matthias Rick, Axel Timm),
Nicole Riegel, Adrian Rovatkay, Viola Rusche, Sophia Schama, Wolfgang
Schlegel, Margot Schmitt, Jörg Suermann, Ines Tartler, Ona Tav, Joël Verwimp, Vanessa Wood, Dominic Wood, Frank Zucht.
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Ateliers
Die Vergabe der Ateliers regelt ein von der Mitgliederversammlung
gewähltes Gremium in Zusammenarbeit mit dem Atelierbüro des Berufsverbandes Bildender Künstler BBK Berlin. Mit Fotokunst, Grafik, Installation,
Interventionen im öffentlichen Raum, Konzeptkunst, Malerei, Medien- und
Kommunikationsdesign, Plastik sowie Video- und Textilkunst umfassen die
in der Kunstfabrik vertretenden Genres das ganze Spektrum an
zeitgenössischen künstlerischen Aussageformen. In Form von Gastateliers
entstehen wichtige Beziehungen mit internationalen Institutionen: So
vergibt das Centrum Beeldende Kunst CBK Dordrecht halbjährlich ein Stipendium an
holländische Künstler, das neben einem Atelier in der Kunstfabrik auch
die Einbindung in die unterschiedlichen Aktivitäten des Vereins
beinhaltet.
Saskia Meesters,
Anja de Jong,
Frans van Lent, Albert Zwaan, Michael Markwick,
Katja Diallo, Jeroen Fransen, Fred van Rijen,
Kathelijne Montes, Nico Parlevliet und Ton Kraayeveld sind ehemalige CBK-Stipendiaten der
Kunstfabrik.
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Gasag-Kunstpreis 2007

Jorinde Voigt, „O.T. 1-14“ (Detail),
2006, Courtesy Sammlung Rosenkranz Berlin, Copyright: Jorinde Voigt
Der Berliner Künstler Mandla Reuter erhält den
Gasag-Kunstpreis 2007. Die Künstlerinnen Nevin Aladag und Jorinde Voigt
wurden mit je einen Förderpreis ausgezeichnet. Damit hat die Gasag den
Preis zur Förderung junger Berliner Künstler zum zehnten Mal vergeben.
Konzipiert als Meisterschülerpreis in Zusammenarbeit mit der
Hochschule der Künste, erhielt der Preis durch die Zusammenarbeit mit
dem Kunstverein Kunstfabrik am Flutgraben seit 2002 ein neues Profil.
Seitdem werden in einem zweistufigen Verfahren jährlich bis zu 16
Künstler nominiert. Ein Höchstalter von 35 Jahren und ein Berliner
Wohnsitz bilden dabei die einzigen formalen Einschränkungen. Eine
jährlich neu zusammengesetzte Jury, der Personen aus dem Berliner
Kunstleben angehören, bestimmt aus dieser Vorauswahl den Gewinner des
Gasag-Kunstpreises und bis zu zwei Förderpreisträger.
Anlässlich des Jubiläums hat die Gasag die Preisgelder erhöht. Der
Gasag-Kunstpreis wurde von 5.000 auf 7.500 Euro, die Förderpreise von
je 1.000 auf 2.500 Euro erhöht. Der GASAG-Kunstpreis enthält einen
Werkankauf durch die Gasag. Zum Preisgeld hinzu kommt die Produktion
eines Werkkatalogs für den Preisträger Mandla Reuter sowie eine
Ausstellungsbeteiligung für alle drei Preisträger. Dieses Konzept
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verdeutlicht den Anspruch, über die
Anerkennung eines vielversprechenden künstlerischen Ansatzes hinaus
Hilfestellung zu Beginn einer Künstlerkarriere zu leisten. In diesem
Sinne konnten seit 1997 insgesamt 26 in Berlin lebende Künstlerinnen
und Künstler gefördert werden.
Mit der diesjährigen Auszeichnung von Mandla Reuter prämiert die Jury,
der Ursula Prinz (Berlinische Galerie), Mari Brellochs (Kunstfabrik am
Flutgraben e.V.) und Gabriele Knapstein (Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart) angehörten, ein genreübergreifendes
Schaffen, das auf vielfältige Weise in den Dialog mit seinen
Betrachtern tritt. Seine situationsspezifischen Installationen sind
Reflexionen auf die Rahmenbedingungen, innerhalb derer Kunst sich
repräsentiert, und es kennzeichnet die Herangehensweise von Mandla
Reuter, dass diese Untersuchungen mal verspielter, mal konzeptueller
Natur sind.
Die Themen der Videoarbeiten und Installationen von Nevin Aladag
entstammen der Alltagskultur, sie sind motiviert von den
unterschiedlichen Sprachen, Ausdrucksformen und Codizes, mit denen
Gruppen intern und nach außen kommunizieren. Mit einer aspektbezogenen
Förderung würdigt die Jury ihren Ansatz, das künstlerische Werk erneut
in den Außenraum zu tragen und damit selbst in den kommunikativen
Kreislauf einzutreten.
Jorinde Voigt erhält einen werkorientierten Förderpreis, mit der die
Jury Konsequenz und Eigenständigkeit ihres zeichnerischen Œvres
würdigt. In ihren Zeichnungen werden verschiedene Ereignisse wie
Popsongs, Stromflüsse, endliche und unendliche Aktionsbeschreibungen
oder Temperaturverläufe als Partitur notiert und zueinander in
Beziehung gesetzt, so dass ein komplexes Raumgefüge entsteht.
Arbeiten der drei Preisträger sind im Rahmen der Ausstellung „Neue Heimat. Berlin Contemporary“ in der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für
Moderne Kunst, Fotografie und Architektur zu sehen. Die von Ursula Prinz
kuratierte Ausstellung versammelt Beiträge von 29 Künstlern
unterschiedlicher Nationalitäten und bietet somit einen Querschnitt
durch die zeitgenössische internationale Kunstszene Berlins.
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Nevin Aladag, Detail aus der Installation
„Alles auf Anfang“, 2007, Copyright:
Nevin Aladag

Mandla Reuter: ohne Titel (BG), 2007
Gasag-Kunstpreis 2006: Ulrike Kuschel
Gasag-Kunstpreis 2005: Clemens von
Wedemeyer
Gasag-Kunstpreis 2004: Nezaket Ekici
Gasag-Kunstpreis
2003: Judith Hopf
Gasag-Kunstpreis 2002: Carsten Fock
Weitere Informationen siehe auch unter www.kunst.gasag.de.
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Kunst im Bau
Nach fünfjähriger Zusammenarbeit ist die Sammlung im denkmalgeschützten
Gebäude am Reichpietschufer komplett und umfasst 38 Kunstwerke von 42
Künstlerinnen und Künstlern. Auf sechs Etagen haben die Flure und
Treppenhäuser ihr Aussehen verändert, bieten den Mitarbeitern der Gasag
ebenso wie den Besuchern Abwechslung in der Monotonie der Flure, nehmen
Kontakt auf, hinterfragen Sehgewohnheiten, geben Rätsel auf oder bieten
Ausblicke an. Kennzeichen der Kunst im Bau-Sammlung ist, dass die
Kunstwerke einen besonderen Bezug zum Ort, zu den Mitarbeiter/-innen,
der Architektur oder dem Produkt aufweisen. Vielfach wurden auch die
Mitarbeiter/-innen in den Entstehungsprozess der Arbeiten eingebunden.
Durch die Vielfalt der in der Sammlung vertretenen Medien, die
von Malerei, Druck und Zeichnung, über Fotografie, Foto und
Computermontage, bis hin zu installativen und skulpturalen Arbeiten
reichen, bietet die Sammlung darüber hinaus einen Querschnitt durch die
zeitgenössische Kunstproduktion.
Vier geschlossene Wettbewerbe lobten Gasag und Kunstfabrik am
Flutgraben aus, an denen sich insgesamt 215 mit der Kunstfabrik am
Flutgraben assoziierte Künstlerinnen und Künstler beteiligten. Eine
jährlich zusammentreffende Jury entschied über die Auswahl der zu
realisierenden Kunstwerke, die in Folge von der Gasag angekauft
wurden. Neben Beisitzern aus Denkmal- und Arbeitsschutz, die ohne
Stimmrecht waren, wurde die Jury aus Vertretern der Berliner Kunstszene
gebildet, der unter anderem Gabriele Horn, Ute Tischler
(Brandenburgischer Kunstverein Potsdam) und der Künstler Andreas Koch
angehörten. Mit einem
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jährlich wechselnden Mitarbeiter war
die Gasag in der Jury vertreten.
Das Konzept für die Realisierung dieses Vorhabens wurde vom Kunstverein
Kunstfabrik am Flutgraben in Kooperation mit der Gasag entwickelt und
umgesetzt. Mari Brellochs betreute als Projektleiter des Kunstfabrik am
Flutgraben e.V. die Projektsteuerung, Koordination und Durchführung des
Wettbewerbs sowie die Realisierung der Arbeiten im Gasag-Haus,
(2002/2003 in Zusammenarbeit mit Ulf Wetzka). Die Projektleitung von
Seiten der Gasag verantworteten Dr. Klaus Haschker und Birgit Jammes.

Roland
Boden, Bei Gasgeruch muß Hilfe her!, 2004

Katja Brinkmann, o.T. (Wandbild), 2004
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Zu den Künstlerinnen und Künstlern, die
„seit 2002 in vier Phasen für die inneren Werte des Hauses sorgen“
(Tip-Kunstredakteur Qpferdach im Katalog „Kunst im Bau. Unternehmen
Kunstsammlung“) gehören Almuth Baumfalk, Stefan Beck, Tine Benz, Blank
& Jeron, Roland Boden, Armin Bremicker, Katja Brinkmann, Daniel
Buchheit, Carsten Eggers, Slawomir Elsner, Franziska Goes, Pierre
Granoux, Hauenschild Ritter, Geka Heinke, Sybille Hotz, Patrick Huber,
Christiane John, Steve Johnson, Frank Kästner, ++kooperation PRIVAT
(Jörg Finus, Torsten Hennig), Stefan Kurr, Ute Lindner, Alena Meier,
Florian Merkel, Wessel Muller, Esther Neumann, Valeska Peschke, Adrian
Rovatkay, Sarah Schönfeld, Henrik Schrat, Heidi Sill, Markus Strieder,
Caro Suerkemper, Axel Timm/Francesco Apuzzo, Elke Ulmer, Moritz
Wiedemann, Maik Wolf, Tristan Wolski.
Umfassende Informationen auch unter www.kunst.gasag.de.

Heidi Sill, skins #2, 2004
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